von WordPress zu Social Media, Email und App

Von der WordPress-Website zu Social Media, E-Mails, Apps und Print – So teilst Du Deine Inhalte mit verschiedenen Medienformaten

Bald 40% aller Websites, die es gibt, sind mit WordPress gebaut. Wusstest Du aber, dass Du Inhalte von WordPress nicht nur in eine Website, sondern auch in viele andere Kanäle wie Social Media, E-Mails, Apps und Print ausspielen kannst? Und dabei musst Du für die meisten Lösungen nicht einmal Code kennen! 

Wir bei morntag machen viele solche Projekte, die wir auch gerne «Content First Projekte» nennen. WordPress-Installationen, die mehr können als nur Websites. Manchmal werden auch sämtliche Kollaborations- und Korrekturprozesse von Redaktionen direkt in WordPress durchgearbeitet. 

Content First: von der WordPress Website auf Social Media, E-Mail, App und Print teilen

Die Philosophie dahinter ist einfach: Content Creator sollten sich um Inhalte kümmern, nicht um Kopieren + Einfügen. Trotzdem reicht es heute nicht mehr, einfach in einem Kanal präsent zu sein. Viele Konsumenten sind auf mehreren Plattformen unterwegs. Hier ein Podcast, da ein gedrucktes Magazin, dort ein Instagram-Post, bevor man wieder die neusten Updates auf der Website checkt. Wenn man ohne System mehrere Medien-Kanäle anbieten will, endet das meistens in Chaos und endloser Copy-Paste-Arbeit. Dem setzen wir mit Content First (auch gerne «Multichannel-Publishing» genannt) ein Ende! 

Warum funktioniert das? 

Vielleicht hast Du schon einmal von der WordPress Datenbank gehört. Die Technologie dahinter heißt MySQL. MySQL-Datenbanken sind sehr verbreitet und daher auch einfach an diverse Systeme anzubinden. 

WordPress arbeitet ja mit Themes. Wenn Du Deine Website gestaltest (Schriftart, Farbe und so weiter), speicherst Du diese Dateien in Dein Theme. Die Inhalte (Blogbeiträge, WooCommerce-Produkte usw.) werden jedoch in der Datenbank gespeichert. Diese Trennung von Inhalt und Design ist sehr wichtig, schlussendlich sieht ja jeder Inhalt abhängig vom Ausgabekanal anders aus! 

Damit das gelingt, gibt es eine wichtige Regel: NIE Inhalte mit einem Page-Builder bearbeiten, sondern immer mit dem Standard WordPress-Editor (Gutenberg). Gestalten kannst Du später mit Templates. Das Problem, wenn Du mit Page Buildern arbeitest, ist folgendes: Du weichst vom WordPress-Standard ab und so kann es passieren, dass ein Export unmöglich wird, weil die Export-Tools auf Gutenberg ausgerichtet sind. Genauer erkläre ich das hier:  

Wie geht das? 

Ich werde jetzt durch die verschiedenen Ausgabekanäle durchgehen und Dir Möglichkeiten und Plugins zeigen, wie Du aus Deiner WordPress-Website ein echtes Content First System bauen kannst. Abhängig von Deinen Kenntnissen kannst Du vielleicht nicht direkt alles selber umsetzen. Aber Du bekommst einen Einblick, was alles möglich ist! 

Newsletter

Wenn Du einen Blog hast, kannst Du Deinen Leser:innen einen regelmäßigen Newsletter anbieten. Dafür benutze ich am liebsten MailChimp. Das ist ein Newsletter-Tool, das für Dich auch gleich die Adressverwaltung macht. Wenn Dich das MailChimp-Logo in den E-Mails nicht stört, kannst Du MailChimp sogar kostenlos nutzen! Hier ein Beispiel von unserem Blog, dem publishingblog:

Content First: von der WordPress Website auf Social Media, E-Mail, App und Print teilen

Um einen eigenen Newsletter aufzubauen, erstellst Du ein Konto bei MailChimp. Dann erstellst Du eine neue Kampagne, eine RSS-Kampagne. Dort gibst Du dann Deinen RSS-Feed an. RSS-Feeds sind eigentlich Listen von Deinen neuesten Blogbeiträgen im XML-Format (das ist eine Codesprache). WordPress erstellt automatisch einen solchen Feed. Den entsprechenden Link findest Du jeweils unter dem Slug «feed». Also zum Beispiel: meinewebsite.com/feed. 

Jetzt kann MailChimp Deine Beiträge holen. Nun baust Du eine Vorlage und gestaltest Deinen Newsletter. Dafür gibt es auch hilfreiche Vorlagen bei MailChimp. Schon bist Du fertig! Jetzt können sich alle anmelden und erhalten dann automatisch den wöchentlichen Newsletter, den MailChimp komplett selbstständig verschickt. 

Etwas unklar? Hier geht’s zur kompletten Dokumentation von MailChimp RSS-Newslettern. 

Social Media

Um neue Inhalte von Deiner WordPress-Website auf Social Media zu posten, hast Du eigentlich zwei Möglichkeiten. Entweder über ein klassisches Automatisierungstool oder über Blog2Social. 

Variante 1: Automatisierungstool

Vielleicht kennst Du Zapier, IFTTT (if this then that) oder auch Integromat (es gibt noch viele mehr). Das sind Tools, die Dir beim Automatisieren helfen. Du wählst einen Auslöser und eine daraus folgende Aktion. In der Anwendung ist das dann ganz einfach: 

  • Auslöser = neuer Blogbeitrag in WordPress
  • Aktion = Beitrag auf Facebook

Diese Variante hat einen Nachteil: Du hast keine Eingriffsmöglichkeiten. Alle neuen Beiträge werden sofort gepostet, immer im gleichen Schema. 

Variante 2: Blog2Social

Dieses Plugin für WordPress ist wirklich eine Goldgrube, wenn Social Media zu Deiner Content-Strategie gehört. Mit Blog2Social kannst Du die Social Media Posts automatisch posten oder auch händisch kuratieren. Du kannst Deine Inhalte sogar je nach Kanal anpassen. Ein Beitrag, der auf Instagram landet, sieht also anders aus, als auf Facebook. Sogar Social-Media-Metriken gibt es in der neusten Version!

Weil Blog2Social so viele verschiedene Dinge kann, habe ich die Funktionen in einem Video zusammengefasst: 

InDesign

Wenn Du auch gedruckte Inhalte hast, zum Beispiel ein Magazin, nutzt Du vielleicht InDesign. Das ist ein Profi-Tool für Printgestaltung. 

Mit EasyCatalog zum Beispiel kannst Du InDesign an die MySQL-Datenbank von WordPress anbinden. So erstellen wir in der Praxis zum Beispiel Produktkataloge aus WooCommerce, in einem Klick 100 Produkte importiert und gestaltet! Wichtig: Diese Variante birgt Lizenzkosten, erfordert Wissen zu Datenbanken und SQL und ist nicht geeignet für kleine, einmalige Projekte. 

Etwas einfacher, dafür auch weniger umfangreich, ist press2id. Wenn Du InDesign schon etwas kennst, kannst Du dieses Skript installieren und dann Inhalte einfach importieren. Das lohnt sich auch schon beim ersten Mal und erspart mühsame Copy-Paste-Arbeit!

PDF

Wenn Du Deine Inhalte auch in PDFs haben möchtest, geht das natürlich auch! Mein Lieblings-Anwendungsbeispiel sind Rezepte. Wenn ich koche, möchte ich nicht mein Tablet auf der Kochplatte haben. Wieso also nicht eine ganz einfache Druckversion zur Verfügung stellen? 

Die Gestaltung einer Druckversion kannst Du ganz einfach selber umsetzen. Das Plugin «Print-O-Matic» ermöglicht es Dir ganz einfach, Stilvorlagen und sogar eigenes CSS und HTML für die Druckversion zu erstellen. Diese Vorlage wird dann angewendet, wenn jemand die Website über den Druckdialog im Browser drucken will. Ich würde da zum Beispiel alle unnötigen Elemente ausblenden: Auf dem Blatt braucht es keinen Header, keine Navigation, keine Seitenspalte mit Anzeigen. Einfach weg mit allem, was nur unnötig Druckerpatrone verbraucht! Zudem kannst Du unten oder oben an Deiner Druckversion einen Hinweis auf Deine Website platzieren. Wenn jetzt jemand das ausgedruckte Rezept weiterschickt, hast Du kostenlose Werbung! 

Für Fortgeschrittene eignet sich sicher auch der Weg über PrintCSS. Das ist eine Technologie, die aus CSS, HTML und JavaScript direkt PDFs generiert. Achtung: das erfordert Code-Kenntnisse! Wir setzen unsere Projekte am liebsten mit dem WordPress-Plugin «Magazine» von Andreas Zettl um. Mehr Infos dazu: wordpresstopdf.com 

App (PWA)

Hast Du auch schon gesehen, dass Du eine Website, wie eine App speichern kannst? Dann ist Dir eine PWA über den Weg gelaufen! PWAs sind eigentlich nichts anderes als Websites, die Du aber auch herunterladen kannst und die dann aussieht, wie eine herkömmliche App! Bisher geht das auf iPhones und iPads noch nicht, aber alle anderen Geräte können sogar Push-Nachrichten erhalten! Wenn Du das anwenden möchtest, empfehle ich Dir das kostenlose Plugin «Progressive WordPress» von Nico Martin. Das Plugin findest Du hier, im WordPress-Repository.

App (in den Stores)

Du hast einen Webshop, organisierst einen Event oder hast eine News-Seite? Dann wäre doch eine richtige App in den Stores etwas! Das muss auch gar nicht teuer sein. 

Wenn Du ein kleines Budget und kleinen Aufwand haben willst, würde ich dir WPMobile.App empfehlen. Das ist ein WordPress-Plugin. Aufbauen und Testen sind kostenlos. Für 150 Euro (einmalig!) kannst Du Deine WordPress-Seite dann als App in den Stores bei Apple und Google publizieren.

Audio

Es gibt zahlreiche WordPress-Plugins, die Deinen Inhalten eine Vorlesefunktion hinzufügen. Das ist nicht nur cool für lange Texte, sondern auch für die Barrierefreiheit! Eine teilweise kostenlose Lösung ist das ResponsiveVoice WordPress-Plugin. Etwas besser, dafür auch teurer ist das Plugin «Speaker». Dieses Plugin arbeitet mit der Google Voice API und klingt ziemlich gut!

Dann gibt es noch das Play.ht-Plugin, das spielt eigentlich in der Königsklasse. Die unglaubliche Text-to-Speech-API von Play.ht klingt wie ein echter Mensch! Das Plugin von Play.ht macht dann aus Deinen geschriebenen Blogposts direkt einen Audio-Podcast, der auf die gängigen Podcast-Apps verteilt werden kann.

Machen ist wie wollen, nur viel krasser. 

Das sagen wir bei morntag immer wieder. Wer innovativ sein will, muss auch mal etwas wagen. Deshalb: Warte nicht länger und mache aus Deinem Blog, Deinem Webshop, Deiner Website eine Content First Plattform! Wie du siehst: Die Mittel sind da, man muss sie nur noch benutzen. Du kannst natürlich auch etwas Budget investieren und Dir helfen lassen dabei, zum Beispiel von mir und meinem Team. Wir freuen uns drauf! 

About the author

Simea Merki

Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Das ist das, was ich an meinem Job liebe.  Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit maßgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir bei morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen. Wir sind ein Familienunternehmen, das prägt auch unseren Umgang. Untereinander und mit Kunden. Ehrlich, herzlich, familiär. Das ist uns wichtig. Unser Wort soll zählen und unser Herz soll bei der Sache sein. Wenn ich gerade nicht im Web etwas kreiere, dann schreibe ich gerne Texte und mache Musik. Interessieren dich WordPress, Gestaltung und Publishing? Schau bei unserem Blog vorbei: publishingblog.ch

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