Mit deiner Nische mehr Reichweite auf Instagram - Business-Mentorin verrät Dir 6 Tipps, wie das funktioniert

Mit Deiner Nische mehr Reichweite auf Instagram – Business-Mentorin @karriere.mum verrät Dir 6 Tipps, wie das funktioniert

Ich höre als Mindset- und Business-Trainerin in Bezug auf Instagram immer wieder, wie schwer es sei, sich zwischen den großen Accounts durchzusetzen. Gerade wenn man neu auf der Plattform dabei ist, sei es schwierig, sich eine Reichweite auf Instagram und damit Gehör zu verschaffen. Somit sei es als kleiner Account auch fast unmöglich, die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen.

Das stimmt jedoch einfach nicht! Bei der Sichtbarkeit geht es nämlich gar nicht um die größte Reichweite und die meisten Follower:innen. Stattdessen geht es darum, dass Du Dir eine echte Fangemeinde aufbaust und Menschen anziehst, die ein ehrliches Interesse an Dir und Deinem Thema haben.

Dann ist es auch kein Problem, Deine Angebote auf Instagram zu verkaufen: Tatsächlich gibt es Accounts mit über 10.000 Follower:innen, die weitaus weniger Umsatz machen, als Accounts mit gerade einmal 1.000 Follower:innen.

Vom Karriereknick zum Online-Erfolg auf Instagram

Ich bin selbst das beste Beispiel dafür, was alles mit einem kleinen Account möglich ist. Mittlerweile habe ich eine Community von über 4.000 Follower:innen aufgebaut, aber zu Beginn sah das natürlich ganz anders aus.

Als ich 2020 aus der Elternzeit in meinen Führungsjob zurückkehren wollte, war schnell klar: Meine Karriere im Konzern ist vorbei. Obwohl ich nie „nur Mutter“ und vor allem finanziell unabhängig sein wollte, wurde mir keine passende Stelle mehr angeboten. Weniger Stunden, keine Führungsposition und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten wollte ich aber nicht akzeptieren. Dennoch nahm ich die Stelle vorerst an, um mir etwas Zeit zu verschaffen, und begann parallel, mein Unternehmen aufzubauen.

Heute unterstütze ich andere Frauen, insbesondere Mütter, die den gleichen Karriereknick erlebt haben, wie ich, dabei, ihr eigenes Online-Business aufzubauen. Schon jetzt durften wir über 500 Frauen beim Aufbau ihres Social-Media-Auftritts begleiten, die ich alle über meinen Instagram-Kanal erreicht habe.

In diesem Beitrag verrate ich Dir sechs Tipps, wie auch Du das schaffen kannst, indem Du zwischen den großen Account sichtbar wirst und Dir eine treue Fangemeinde aufbaust.

1. Sei nahbar und echt

Mittlerweile wird mir in Erstgesprächen oft gesagt: „Jenny, wir sehen uns gerade zum ersten Mal, aber ich habe das Gefühl, ich würde Dich schon ewig kennen.“ Das ist genau das Gefühl, das Du bei Deiner Community erzeugen willst! Denn das Geheimnis erfolgreicher Instagram-Accounts liegt nicht in der Größe der Community, sondern in Deiner Persönlichkeit.

Wie schaffst Du das? In dem Du nahbar und echt bist. Gehe auf Deine Community zu, interagiere mit ihnen und zeige ihnen regelmäßig, weshalb sie Dir folgen sollten. Wenn Deine Inhalte nicht nur interessant, sondern auch nahbar sind, bauen Follower:innen eine persönliche Beziehung zu Dir auf.

Chatverlauf auf Instagram: Followerin antwortet auf Instagramstory und bedankt sich, dass Jenny ihr Selbstvertrauen gestärkt hat.

Stellst Du dann einmal Dein Produkt oder Deine Dienstleistung vor, hast Du bereits einen Vertrauensvorschuss. Dein Angebot wird automatisch interessanter, da Deine Community Dir bereits vertraut. Das ist wichtiger, als eine riesige Reichweite auf Instagram. Denn sind Deine Follower:innen von Deiner Arbeit und Deinem Mehrwert überzeugt, sind auch Deine kostenpflichtigen Angebote relevant für sie.

Chat-Verlauf Instagram: "Du machst mich wahnsinnig mit deinen geilen Angeboten, hab mich angemeldet!"

2. Sei persönlich, nicht privat

Nahbar und echt zu sein, bedeutet nicht immer auch, Privates zu teilen. Zeig Dich Deiner Community so wie Du bist, denn nur so ziehst Du die Menschen an, die zu Dir passen und mit denen Du gerne zusammenarbeitest. Es hilft nichts, Dich zu verstellen. Ganz im Gegenteil: Je mehr Du Dich verstellst, desto schneller verlierst Du den Spaß an der Sache. Bleibst Du dagegen Du selbst, wirst Du gerne mit Deiner Community interagieren und Dir eine Leichtigkeit in Deiner Arbeit bewahren.

Ich nehme mir beispielsweise bei jedem Post ausgiebig Zeit, die Antworten zu kommentieren. Ganz oft entsteht dabei aus einem Kommentar eine spannende Unterhaltung, die wir in Direktnachrichten noch vertiefen. Das ist gerade als kleiner Account unglaublich wichtig: Denn es ist der erste Draht zu Deinen potentiellen Kund:innen und mit einer persönlichen Unterhaltung kannst Du unglaublich gut Vertrauen aufbauen.

Wenn wir etwas technisch an den Algorithmus denken, ist dabei die erste Stunde nachdem Du gepostet hast die Wichtigste. Wenn Du hier gut interagierst, versteht der Algorithmus, dass Dein Beitrag relevant und wichtig ist. Er wird dementsprechend auch dafür sorgen, dass Dein Beitrag eine größere Reichweite erhält.

Instagram Kommentare von Jenny: Auf Kommentare antwortet sie mit Rückfragen, um für mehr Engagement zu sorgen

Persönlich bedeutet dabei nicht unbedingt privat! Wenn Du gerne sehr private Einblicke in Dein Leben teilst, ist das absolut in Ordnung. Aber Du musst es eben nicht: Du selbst entscheidest, wo Du die Grenze ziehst und welche Inhalte Du teilen willst und welche nicht. Für mich bedeutet das zum Beispiel, dass ich meine Tochter nur eingeschränkt auf Instagram zeige. Jedoch spreche ich sehr offen über meinen Werdegang, aktuelle Herausforderungen und vertrete meine Meinung.

Persönlich zu sein, bedeutet auch, eventuell zu polarisieren. Und das ist absolut in Ordnung: Du darfst eine Meinung haben und Du darfst diese vertreten. Sicherlich werden nicht alle Menschen mit Dir übereinstimmen, aber Du wirst mit Deiner Persönlichkeit die richtigen Menschen anziehen.

3. Sei social

Viel zu oft wird vergessen, worum es bei SOCIAL Media wirklich geht. Nämlich darum, Kontakte zu pflegen und mit der Community, egal wie groß sie ist, zu interagieren. Es ist so unglaublich wichtig, dass Du von Anfang an auf Deine Community zugehst und für sie da bist.

Leider höre ich oft, dass Kund:innen zum Beispiel nicht regelmäßig posten oder noch keine Stories machen, weil „da eh nur 30 Menschen zuschauen“. Das ist aber die falsche Einstellung – das könnten nämlich 30 potentielle Kund:innen von Dir sein. Wenn Du heute eingeladen wirst, einen Vortrag vor 30 Personen zu halten, würdest Du es machen oder nicht? Sicherlich würdest Du es tun. Und ganz ehrlich, ein Raum mit 30 Menschen ist schon ziemlich voll!

Natürlich ist es auch eine Herausforderung vor 30 Menschen zu sprechen! Und vielleicht ist Dein Grund, dass es noch nicht so viele Menschen sind, eher vorgeschoben? Frag Dich einmal ganz ehrlich, was Dich wirklich davon abhält, dich regelmäßig zu zeigen. Ist es Dir unangenehm? Stehst Du hinter dem, was Du tust? Hast Du Glaubenssätze, die Dich persönlich einschränken? Und sind diese wirklich wahr? Was brauchst Du, um aus dieser Blockade herauszukommen?

Wenn Du es alleine nicht schaffst, ist es sinnvoll, Dir Unterstützung zu holen. Das ist absolut okay, aber wenn Du ein Online-Business und Reichweite auf Instagram aufbauen möchtest, ist es einfach unabdingbar, dass Du Dich auch zeigst. Im Kleinen wie im Großen. In meinen Trainings zeige ich den Frauen daher auch, wie sie es schaffen, ihre eigenen Limitierungen aufzuheben und den Mut zur Sichtbarkeit zu bekommen. Wichtig ist für Dich in erster Linie die Frage „Will ich das wirklich?“

Denk außerdem auch an die neuen Menschen, die auf Dein Profil kommen. Sie kommen zu Dir, um sich mal umzuschauen – aber sie bleiben nur, wenn Du ihnen etwas bietest. Wie sollen aus wenigen Follower:innen mehr werden, wenn Du nicht bereit bist, Dich zu zeigen und mit den Menschen zu interagieren? Also, sei da! Ab den ersten Follower:innen.

Tatsächlich solltest Du jede:n neue:n Follower:in als eine Chance sehen. Deine Chance, um in den Kontakt mit dieser Person zu gehen. Immerhin gehört die Person schon zu Deinen Follower:innen und hat somit Interesse, an dem was Du tust. Was hält Dich davon ab, diesen neuen Kontakt zu begrüßen und einen ersten Samen zu säen. Ganz oft entsteht durch eine Begrüßung ein spannendes Gespräch und Du baust Vertrauen auf. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Persönliche Vorstellungsnachricht an neue Follower auf Instagram. "Danke für's Folgen, ich freue mich, wenn du auch in meiner Facebookgruppe vorbeischaust."

4. Zeige ehrliches Interesse

Für Deine Follower:innen da zu sein, bedeutet auch, ehrliches Interesse an ihren Herausforderungen und Wünschen zu zeigen. Das funktioniert gerade für kleine Accounts sehr gut! Merken Deine Follower:innen, dass Du Dich wirklich für sie interessierst, wird auch Deine Expertise für sie spannender. Denn sie haben das Gefühl, gehört zu werden und nicht nur eine Nummer von vielen zu sein.

Fans und Follower teilen ihre eigenen Erfahrungen, wenn du deine teilst. So baust du eine persönliche Beziehung zu ihnen auf.

So kannst Du Deine Follower:innen beispielsweise auch in die Entwicklung neuer Angebote miteinbeziehen. Bitte sie um Feedback und gib ihnen die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung teilzuhaben. Je näher sie sich Dir fühlen und je stärker Eure Verbindung ist, desto größer ist die Chance, aus Deinen Fans Kund:innen zu machen.

Interaktive Instagramstory mit Abstimmung: "Wie sehr willst du wissen, worum es geht?"
Persönliche Nachrichten auf Instagram stärken das Vertrauen Deiner Zielgruppe

5. Sei konstant

Um langfristig erfolgreich eine Reichweite auf Instagram aufzubauen, ist es wichtig, dass Du konstant an Deiner Sichtbarkeit arbeitest. Es bringt nichts, wenn Du Dich ein paar Wochen lang täglich in der Story zeigst und dann wieder verschwindest.

Dabei kommt es vor allem auf eine gute Organisation an. Denn bei all den Kontakten, bei all den Vorbereitungen und all den Aufgaben, die Du zu erledigen hast, brauchst Du einen guten Plan. So läufst Du nicht Gefahr, Dich einerseits in Aufgaben zu verlieren und andererseits im Surfen und „schauen was die anderen so machen“ zu versinken.

Lege Deine Prioritäten fest und überlege Dir, worüber Du mit Deiner Community sprechen möchtest. Ich empfehle Dir für Deine Planung einen Redaktionsplan. Wie dieser im Detail aussieht, hängt ganz von Deiner Arbeitsweise und Deinem Content ab – aber Du solltest auf jeden Fall einen haben.

Ich organisiere meine Themen beispielsweise in Trello und habe sie dort in Teilbereiche unterteilt. Wann ich immer eine Idee habe, wird sie im Tool notiert, um dann in Content für meine Zielgruppe verwandelt zu werden.

Du kannst hier ganz kreativ sein und ein Thema auch in vielen unterschiedlichen Formaten nutzen, zum Beispiel ein Beitrag, eine Story, ein Reel und vielleicht sogar ein Insta-Live. Denn nicht jede Person, die Deine Beiträge sieht, schaut auch gleichzeitig in Deine Story. Oder nicht jede Person, die Deine Story sieht, sieht auch Dein Reel. Es ist daher absolut in Ordnung, dasselbe Thema in verschiedenen Formaten aufzubereiten!

Ich empfehle Dir hier wirklich ein Contentframework zu erstellen, so dass Du einen guten Überblick über Deine eigenen Themen und Ideen behältst. So verhinderst Du einen Feed, der aussieht wie „Kraut und Rüben“ und sorgst für einen roten Faden auf Deinem Profil. Das ist wichtig, um Deinen Follower:innen Stabilität zu geben und zu zeigen wofür Du stehst, was Deine Kernthemen sind und wofür Du Expert:in bist.

Jennys Instagram Feed besteht aus Textposts und Fotos von ihr. Zum Beispiel "Deine Geschichte ist Dein Schlüssel" und "3 wahre Gründe, weshalb man dir folgt"

6. Hab einen Plan

Plane dann vom Großen ins Kleine: Erst entscheidest Du, um welches Thema es in einer Woche oder sogar einem ganzen Monat gehen soll. Dann planst Du die einzelnen Posts. Welche Formate willst Du nutzen, um Dein Thema aufzubereiten? Sind es Feed-Beiträge, Reels, IG-Lives oder Storys? Wann veröffentlichst Du welchen Post?

Ich empfehle Dir hierfür eine Software zu nutzen, so dass Du nicht den Überblick verlierst und die Beiträge im Voraus planen kannst. Das geht natürlich nicht für alle Formate. Beispielsweise kannst Du keine Stories vorplanen, aber zumindest kannst Du Deine Feed-Beiträge bereits abhaken.

Es ist unglaublich wichtig, dass Du bei all Deinen Social-Media-Aktivitäten einen Plan hast. Andererseits läufst Du schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren und Dich zu verzetteln. Mit der richtigen Automatisierung der Vorgänge gewinnst Du viel Struktur und damit auch wertvolle Zeit.

Zum Planen von Beiträgen eigenen sich Tools wie Blog2Social. So hast Du einen schönen Überblick, was wann veröffentlicht wird und kannst schon sichergehen, dass es visuell und thematisch passt. Außerdem sparst Du Dir so Zeit, weil Du Deine Beiträge für die Woche oder sogar den ganzen Monat in einem Rutsch planen kannst. Solltest Du Deine Planung spontan ändern wollen, klappt das ganz einfach mit Drag and Drop.

Um Blog2Social ganz unverbindlich für Deinen eigenen Social-Media-Plan zu testen, schau hier mal vorbei: https://www.blog2social.com/de/plugin/wordpress/testen/

About the author

Jenny Schuster

Jenny Schuster ist Mutter und Gründerin von Karriere.mum. Als sie 2020 aus der Elternzeit in ihre Führungsposition in einem Konzern zurückkehren wollte, erkannte sie, dass ihre Karriere vorbei war. Obwohl sie nie „nur“ Mutter sein wollte, wurde ihr keine passende Stelle geboten. Heute unterstützt sie andere Frauen, vor allem Mütter, dabei, ihr eigenes Onlinebusiness aufzubauen und sichtbar zu werden.

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