Monetarisierung mit Instagram

Geld verdienen mit Instagram – 4 Tipps zur Monetarisierung deines Instagram Profils

Ein Gastbeitrag von Lukas Kneip.

Instagram ist nach aktuellem Stand eines der beliebtesten sozialen Netzwerke, insbesondere bei jungen Menschen, die sich für Lifestyle interessieren. Auch in Deutschland wird die Foto-App immer beliebter und hat bereits Millionen von Menschen angezogen. Laut dem Markforschungsunternehmen Emarketer ist zu erwarten, dass die Nutzerzahlen von 11,2 Millionen im Jahr 2017 auf rund 16,3 Millionen steigen werden.

Trotz der wachsenden Anzahl von Usern sehen sich einige Menschen bei Instagram mit einem großen Problem konfrontiert: Wie kann man mit seinem Instagram-Profil Geld verdienen? Einige Vorschläge dafür gibt es im Anschluss.

Geld verdienen mit #Instagram – So funktioniert es via @lukas_kneip Klick um zu Tweeten

Die Hürden der Monetarisierung bei Instagram

Instagram macht es Menschen wahrlich nicht einfach, Geld über die Plattform zu verdienen. Auf der Profilseite hat man lediglich die Möglichkeit, einen einzigen Link zu integrieren. Dieser führt im Regelfall auf eine Webseite. Im Gegensatz zu Facebook, Twitter und Co. ist der Link in der Bio tatsächlich der einzige Verweis, den man einfügen kann. Links in Beiträgen können nicht angeklickt werden, da Instagram sie als Text darstellt.

Eine weitere Hürde bei der Monetarisierung des Instagram-Profils ist die Reichweite und damit verbundene Engagement-Rate. Ehe man einige tausend (echte) Follower hat, ist es schwierig, Geld zu verdienen. Die Anzahl der Follower alleine ist dabei nicht ausschlaggebend, schließlich gibt es inzwischen unzählige Methoden, an Follower heranzukommen. Da diese Methoden alles andere als produktiv sind und der Kauf von echten Followern recht teuer ist, gehen wir nicht näher auf sie ein. Was wichtiger als die bloße Anzahl der Follower ist, ist die Engagement-Rate. Kurz gesagt: Wie viele Follower liken die eigenen Beiträge und/oder hinterlassen einen Kommentar?

Als Daumenregel gilt: Je mehr Follower man hat, desto geringer die Engagement-Rate in Prozent. Man muss also überlegen, ab welchem Zeitpunkt die Monetarisierung begonnen werden kann. Ein Profil hat mit 1.000 Followern beispielsweise eine Engagement-Rate von 15 Prozent, ein anderes Profil mit ebenfalls 1.000 Followern nur fünf Prozent. Das heißt:

  • Profil A mit 1.000 Followern spricht rund 150 Personen und
  • Profil B spricht dagegen nur 50 Leute an.

Im zweiten Fall wäre es sinnvoll, 2.000 weitere Follower zu sammeln, um ebenfalls 150 Personen ansprechen zu können.

Sobald die Anzahl der tatsächlich angesprochenen Menschen stimmt, kann die Monetarisierung beginnen. Natürlich kann die Engagement-Rate auch mittels einigen Tipps, wie z.B. Call to Actions usw. gesteigert werden.

Tipp 1: Fotos lizenzieren oder verkaufen

Zugegeben, die meisten Instagram-User sind keine bahnbrechenden Fotografen. Doch viele von ihnen haben mächtige Smartphones in der Tasche, die recht gute Schnappschüsse anfertigen. Außerdem zählt heutzutage nicht nur die Qualität eines Fotos, sondern auch, wo es erstellt wurde und welche Message es transportiert.

Das ist Grund genug, um von Firmen angesprochen zu werden, die Fotos lizenzieren oder erwerben wollen. Was ist aber der Unterschied zwischen einer Lizenz und einem Kauf?

Bei der Lizenzierung bezahlt der Kunde lediglich das Recht, ein Foto (kommerziell) nutzen zu dürfen. Beim Kauf dagegen werden ihm alle Rechte übertragen und der Urheber darf es nicht länger an andere Kunden verkaufen. Natürlich sind die Kosten für eine Lizenzierung weitaus geringer, dafür sind aber nur gekaufte Fotos echte Unikate.

Der Verkauf von Fotos auf Instagram kann durchaus viel Geld einbringen, wie der Fotograf Arnold Daniel zeigt. 2012 erhielt er von der Webseite „Gawker“ den Titel als bester Fotograf auf Instagram. Zwei Jahre später hatte er aber Probleme, seine Rechnungen zu bezahlen. Kurzerhand bot er vor seinem 34. Geburtstag Abdrucke seiner Fotos für 150 Dollar an. Nach einem Tag hatte er einen Umsatz von 15.000 Dollar generiert.

Wer kein bekannter Fotograf ist, der sollte sich die Fotoplattform Foap ansehen. Sie ermöglicht das einfache Verkaufen von Fotos an bekannte Marken. Außerdem werden die Inhalte auch über andere Seiten wie Getty Images verbreitet.

Tipp 2: Exklusive Produkte verkaufen

Eine etwas aufwendigere Methode der Instagram-Monetarisierung ist der Verkauf exklusiver Artikel, zum Beispiel T-Shirts oder eBooks. Letztere müssen erstellt werden, beziehungsweise man muss jemanden mit der Erstellung beauftragen, was natürlich mit Kosten und/oder Zeit verbunden ist. Auch T-Shirts muss jemand designen; im Anschluss können sie über spezielle Webseiten wie z.B. Teezily direkt verkauft werden, ohne dass man sie selbst drucken und versenden muss. Der Nachteil: Man erhält weniger Geld als für selbstgedruckte Shirts, jedoch sollte der geringere Aufwand diesen Nachteil ausgleichen.

Der Direktverkauf exklusiver Produkte lohnt sich insbesondere für digitale Waren. In seinem Instagram-Profil fügt man einfach einen Link zum Angebot ein – schon gelangen Interessenten zum Produkt und können es erwerben. Der Verkauf digitaler Produkte lässt sich über Anbieter wie Digistore24 oder Gumroad unkompliziert und kostengünstig realisieren.

Tipp 3: Affiliate-Links integrieren

Affiliate-Links sind bei Facebook und Twitter recht beliebt. Auf den sozialen Netzwerken lassen sie sich unkompliziert integrieren. Bei Instagram ist das nicht der Fall, weshalb Affiliate-Marketing eine größere Herausforderung darstellt. Das bedeutet aber nicht, dass die Umsetzung unmöglich ist.

Auch bei Instagram kann man Affiliate-Links gekonnt integrieren. Zunächst muss ein neuer Beitrag veröffentlicht werden, der auf ein Produkt hinweist. Der Click-to-Action besteht darin, den User dazu zu bringen, auf den Link im Profil zu klicken. Um nicht nur einen Affiliate-Link zu promoten, gibt es folgenden Trick: Die Verwendung des Dienstes Linktree. Man verbindet ihn mit seinem Instagram-Konto und hat die Möglichkeit, eine persönliche Profilseite zu erstellen, auf der man mehrere Links einbindet. Sobald der User also auf den von Linktree generierten Verweis im Instagram-Profil klickt, landet er auf einer Seite, wo er mehrere Affiliate-Links anklicken kann. In der kostenpflichtigen Version können die Links sogar an den Veröffentlichungszeitpunkt des Posts geknüpft werden.

Ebenfalls beliebt bei Instagram sind Affiliate-Links für App-Installationen, die durch Plattformen wie SharePop ermöglicht werden. Dort können Interessenten Kampagnen wählen und erhalten dafür einen Tracking-Link. Dieser wird auf Instagram beworben und, wenn ein User die App installiert, folgt eine Vergütung. Neben Apps kann man auch Content großer Marken bewerben und wird für jeden Klick belohnt.

Tipp 4: Sponsored-Posts erstellen

Das Prinzip von SharePop mit dem beworbenen Content funktioniert auch, ohne sich bei dem Portal anmelden zu müssen. Sponsored-Posts sind in der Onlinewelt längst die Norm und machen auch vor sozialen Netzwerken wie Instagram nicht halt. Im Grunde wird der Promoter dafür entlohnt, eine Werbeanzeige bei Instagram zu posten, sei es für ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Die Bezahlung erfolgt im Regelfall pro Beitrag. Man muss seinem Partner im Voraus mitteilen, wie groß die persönliche Reichweite ist und wie viele Likes und Kommentare dieser erwarten kann. Diese Daten beeinflussen nämlich maßgeblich die Höhe der Vergütung. Hier ist es hilfreich, sein Instagram Profil zum Business Profil hochzustufen, da einem so Instagram Statistiken zur Verfügung stehen. Diese können nützlich für Verhandlungen sein.

Influencer mit einer großen Reichweite werden im Regelfall von Interessenten angeschrieben, um einen Sponsored-Post zu veröffentlichen. Man kann aber auch selbst aktiv werden und im Internet relevante Unternehmen recherchieren, die zur gewählten Branche passen. Eine Alternative sind Netzwerke, die auf Kooperationen spezialisiert sind. Sie verbinden Influencer mit Werbeagenturen.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Beziehungen mit Werbeagenturen zu pflegen, die hin und wieder Sponsored-Posts bestellen wollen. Wichtig ist, dass die Beiträge immer zum Instagram-Profil passen und nicht fehl am Platz wirken.

Werbung bei Instagram kennzeichnen

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollte Werbung bei Instagram immer erkennbar sein. Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Sponsored-Post oder einen Affiliate-Link handelt. Werbung ist Werbung – und das muss dem User klar sein.

Einige User halten es für angemessen, ihre Posts mit dem Hashtag #ad zu kennzeichnen. In Deutschland ist das nicht ausreichend. Auch #sponsored funktioniert nicht. Es muss sich um eine klare, deutsche Aussage halten: #anzeige oder #werbung sind das Mindestmaß. Besser ist es, im ersten Kommentar oder am Ende des Beitrags auf die Kooperation hinzuweisen.

#Werbung muss auch auf #Instagram gekennzeichnet werden! Setze individuelle #Hashtags! @lukas_kneip Klick um zu Tweeten

Fazit zur Monetarisierung mit Instagram

von Blog2Social

Bei Instagram stehen die Bilder im Vordergrund. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine hohe Bildqualität das Geldverdienen mit Instagram deutlich erleichtert. Instagram eignet sich also besonders für die User, die ihre Bilder, ihre Produkte oder die Produkte anderer ansprechend in Szene setzen können.
Die Nutzung von Affiliate-Links ist bei Instagram zwar möglich, aber etwas umständlicher. Während sie in vielen anderen sozialen Netzwerken einfach unterzubringen sind, lassen sich Affiliate-Links bei Instagram ohne zusätzliche Dienste oder externe Seiten nicht optimal nutzen.
Als Alternative zu einem Dienst wie Linktree, bietet es sich an einen eigenen Blog im Instagram-Profil zu verlinken. Auf diese Weise können beispielsweise Produktreviews auf Instagram angeteasert werden und auf den dazugehörigen Blogbeitrag verweisen, in dem wiederum die passenden Affiliate-Links untergebracht werden können. So lassen sich Affiliate-Links mithilfe von Blogbeiträgen auch über weitere Soziale Netzwerke verbreiten, um die gesamte Community zu erreichen.

Plugins wie Blog2Social erleichtern das Teilen von Blogbeiträgen auf Instagram und anderen Social Media Kanälen. Blogbeiträge können damit direkt aus dem WordPress Dashboard heraus auf Instagram geteilt und mit individuellen #Hashtags versehen werden, was besonders zur Kennzeichnung von Werbung notwendig ist.

Weitere Informationen zu Blog2Social.

 

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Lukas Kneip
Lukas Kneip ist seit einigen Jahren im Social Media Bereich selbstständig tätig und hilft Kunden bei der Verwaltung ihrer Profile. Zusätzlich betreibt er mehrere Webshops und Verbraucherportale.
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